Fahrradanhänger: Stiftung Warentest rät ab

Da es sich bei Fahrradanhängern um „Kindersitze für Fahrräder“ handelt, erachteten wir den Bericht über den Test der Stiftung Warentest für sehr interessant.

Stiftung Warentest rät von fünf Fahrradanhängern ab

Ankoppeln, anschnallen, losfahren: Anhänger vereinfachen den Transport von Kindern per Fahrrad. Es sind aber längst nicht alle Alltagshelfer zu empfehlen.

Morgens in den Kindergarten, nachmittags zum Sportverein und am Wochenende an den See – Fahrradanhänger für Kinder leisten in vielen Familien verlässliche Arbeit. Doch wie gut und sicher sind die angebotenen Modelle? Die Stiftung Warentest hat neun zweisitzige und drei einsitzige Alltagshelfer getestet und rät von fünf Modellen ab. Vor einem Anhänger warnen die Tester sogar.

Gute Modelle sind den Testergebnissen zufolge teuer. Nur Exemplare mit einem Preis von mindestens 700 Euro schnitten nicht mangelhaft ab. Fünf fielen dagegen durch, weil sie die Insassen bei Unfällen zu wenig schützen, Schadstoffe enthalten oder zu wenig Platz bieten. Vor allem der „Froggy“, mit einem Preis von 96 Euro der billigste Anhänger im Test, erwies sich als extrem unsicher. Die Gurte des Schnäppchenhängers rissen nicht nur im Labor, sondern auch bei Vollbremsungen im Praxistest. Der Anbieter stoppte daraufhin den Verkauf.

Günstige Modelle schützen schlecht bei Überschlägen

Außerdem boten der Froggy sowie die Modelle von Point-Helmig und Prophete bei einem Überschlag zu wenig Kopffreiheit. Einige Modelle fielen auch durch Schadstoffe auf, so enthielt der Qeridoo Kidgoo ein in Kleinkinderspielzeug verbotenes Flammschutzmittel, der Froggy BTC 07 und der Prophete 2928 dagegen unter anderem Naphtalin.

Auch beim Fahren reagierten die – allesamt ungebremsten – Anhänger sehr unterschiedlich. So ließen sich die Modelle von Hamax und Thule geradeaus, aber auch in Kurven gut bremsen, die Modelle von Prophete und Froggy sowie der Zweisitzige Croozer schoben bei einer Vollbremsung dagegen das Hinterrad des Fahrrads zur Seite.

Der Zweisitzer Hamax Outback sowie die ein- und zweisitzige Variante des Thule Cross schnitten jedoch nicht nur auf der Bremse, sondern auch insgesamt am besten ab – allerdings kosten diese Modelle mehr als 800 Euro. Dass hochpreisige Anhänger nicht immer besser sind, zeigte wiederum das teuerste Modell im Test. Denn der 925 Euro teure Kid Plus for 2 von Croozer glänzte zwar mit der besten Handhabung. Zu kurze Rückenlehnen und Schäden im Dauertest sorgten jedoch für eine Gesamtnote von 3,7.

Quelle: https://www.spiegel.de/auto/aktuell/fahrradanhaenger-stiftung-warentest-raet-von-fuenf-modellen-ab-a-1274209.html; aus Stiftung Warentest; ene; 26.06.2019

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